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Oracle rechnet mit Cloud-Momentum

Posted on 10.02.2016 by SuperUser Account
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Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen in ihre IT-Systeme investieren. Cloud Computing sei dabei der beste Weg, sagt Oracle-Österreich-Chef Martin Winkler.

Wien. Österreichische Unternehmen stecken in einem Dilemma. „Faktum ist, bis zu 80 Prozent der IT-Budgets werden ausgegeben, damit alles so funktioniert wie bisher“, sagt Martin Winkler, Österreich-Chef des IT-Unternehmens Oracle. Die IT-Infrastruktur ist oft so komplex, dass sogar Updates von bestehenden Systemen Mittel und Personal binden. Das bedeutet im Gegenzug, dass wenig Geld für neue Projekte übrig bleibt, sagt Winkler: „Wir glauben aber, dass neue IT-Projekte Innovationen versprechen.“ Wird also nicht investiert, verbauen sich heimische Unternehmen Wettbewerbsvorteile.

Die Lösung liege dabei vor allem im sogenannten Cloud Computing. IT-Infrastruktur und Programme werden dabei an einen externen Zulieferer ausgelagert. Das habe zur Folge, dass sich Unternehmen nicht mit komplexen und teuren IT-Themen beschäftigen, sondern sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können. Winkler: „Alles, was man automatisieren kann, sollte man mit aller Kraft angehen.“ Das gelte auch für das Unternehmen selbst, sagt Winkler: „Die Cloud ist das strategische Feld.“ So hat Oracle in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau des Cloud-Angebots investiert. Noch macht das Segment zwar nur sieben Prozent der weltweiten Umsätze von 17 Milliarden US-$ im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres aus, der Bereich legt mit zuletzt rund 30 Prozent Wachstum aber am schnellsten zu.

Spürbarer Wandel

In Österreich betrug der Jahresumsatz laut Angaben im Firmenbuch zuletzt 33 Millionen €. Das Unternehmen konnte sich damit in etwa um eine Million € verbessern. „Der Wandel zur Cloud ist in Österreich bereits spürbar. Wir erwarten aber noch ein Wachstum des Momentums“, sagt Winkler.

Der Cloud-Markt ist aber hart umkämpft: So steht Oracle global auch mit Unternehmen wie Amazon, Microsoft oder Salesforce in direkter Konkurrenz. Winkler: „Wir wollen in absehbarer Zeit Nummer eins werden.“ Deshalb werden in diesem Bereich nun auch 1400 neue Mitarbeiter in ganz Europa eingestellt.

Zusätzlich will das Unternehmen auch den Bereich Big Data vorantreiben. Darunter versteht man die Analyse großer Datenmengen, die aufgrund neuer Sensoren und vernetzter Geräte erfasst werden können. „Die Phase der ersten Pilotprojekte ist abgeschlossen“, sagt Winkler: „Big Data kommt nun in den Mainstream.“ Auch in Österreich sind entsprechende Projekte in der Pipeline.

 

("Wirtschaftsblatt", Print-Ausgabe, 10.02.2016)
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